Wie viel kostet die Impfung und wer bezahlt sie?

Wie viel kostet die Impfung und wer bezahlt sie?

Antwort

Eine empfohlene Covid-19-Impfung ist für in der Schweiz wohnende Personen kostenlos. Die Kosten werden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, dem Bund und den Kantonen übernommen.

Die Impfung in der Schweiz ist zudem für Grenzgänger und für Auslandschweizer und deren engen, im gleichen Haushalt lebenden Familienangehörige kostenlos. Bei Personen, die über keine obligatorische Krankenpflegeversicherung in der Schweiz verfügen, werden die Kosten vom Bund übernommen.

Detaillierte Informationen zur Übernahme der Impfkosten finden Sie auf der Seite Impfung.

In welchem Zeitraum nach der Impfung treten unerwünschte Impferscheinungen auf?

In welchem Zeitraum nach der Impfung treten unerwünschte Impferscheinungen auf?

Antwort

Die meisten Nebenwirkungen treten kurz nach der Impfung auf. Sie sind in der Regel mild und von kurzer Dauer. Ähnlich wie bei anderen Impfungen sind dies meist Reaktionen an der Einstichstelle (insbesondere Schmerzen oder auch Rötung, Schwellung) oder allgemeine Symptome (z.B. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Fieber). Nebenwirkungen sind in den ersten 6 Monaten nach der Impfung möglich.

Wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Nebenwirkungen länger dauern, schlimmer werden oder wenn sich in den Wochen nach der Impfung Ihr Wohlbefinden verändert.

Kann durch Verabreichung der Impfung ein positives Testresultat hervorgerufen werden?

Kann durch Verabreichung der Impfung ein positives Testresultat hervorgerufen werden?

Antwort

Nein. Die Impfung kann kein positives PCR- oder Antigenschnelltest-Resultat ergeben.

Denn die mRNA bzw. DNA der mRNA- bzw. Vektorimpfstoffe, welche durch die Impfung in den Körper gelangt und das in der Folge produzierte Protein werden durch die PCR- oder Antigen-Schnelltests nicht nachgewiesen. Das gilt auch für die Protein-Bestandteile in Proteinimpfstoffen. Die Tests weisen andere Komponenten des Virus nach.

Falls Sie nach der Impfung positiv getestet werden, haben Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt, bevor der Impfschutz aufgebaut war. Oder Sie haben sich trotz der Impfung angesteckt. Denn keine Impfung gibt einen hundertprozentigen Schutz. In seltenen Fällen kann auch ein Test fälschlicherweise positiv ausfallen.

Welche Nebenwirkungen können nach der Impfung auftreten?

Welche Nebenwirkungen können nach der Impfung auftreten?

Antwort

Die in der Schweiz eingesetzten Impfstoffe sind sicher und wirksam. Wie bei allen Medikamenten können Impfstoffe Nebenwirkungen verursachen. Sie sind meistens mild und von kurzer Dauer.

Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören:

  • Reaktion an der Einstichstelle wie Schmerzen, Rötungen und Schwellungen;
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit;
  • Muskel- und Gelenkschmerzen;
  • allgemeine Symptome wie Schüttelfrost, Fiebergefühl oder Fieber.

Nach der Auffrischimpfung wurden Fälle von Nesselfieber gemeldet. Der mögliche Zusammenhang wird derzeit untersucht.

Sehr selten kann es zu schweren Nebenwirkungen kommen, beispielsweise zu einer allergischen Reaktion. Eine solche Reaktion tritt meist unmittelbar nach der Impfung auf und kann gut behandelt werden. Bei Personen, bei denen bereits schwere allergische Reaktionen aus der Vergangenheit bekannt sind, müssen im Fall einer Impfung entsprechende begleitende Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden.

In sehr seltenen Fällen wurden zeitnah nach der Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (i.d.R. innerhalb von 14 Tagen) Entzündungen des Herzmuskels oder des Herzbeutels beobachtetMehrheitlich verliefen diese Fälle mild und konnten gut behandelt werden. Typische Symptome einer Herzmuskel-Entzündung sind Brustschmerzen, Atemnot und Herzklopfen. Wenden Sie sich bei solchen Symptomen sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Entzündungen des Herzmuskels oder des Herzbeutels kommen auch nach einer Infektion mit dem Coronavirus vor.

Vereinzelt wurde innerhalb der ersten drei Wochen nach der Impfung mit dem Vektorimpfstoff von Janssen seltene Formen von Thrombosen (v.a. Hirnvenen- oder Bauchvenenthrombosen aber auch arterielle Thrombosen) beobachtet. Diese Ereignisse waren schwerwiegend, traten jedoch nur sehr selten (bei 1-8 von 1 Million Personen) nach einer Impfung mit dem Vektorimpfstoff von Janssen auf.

Abgesehen davon gibt es bisher weder in den Studien noch bei den seit der Zulassung geimpften Personen Auffälligkeiten bezüglich schwerer Nebenwirkungen. Fachleute beobachten mögliche Hinweise genau.

Schwere Nebenwirkungen sind meldepflichtig. Die Meldestelle bei Swissmedic prüft die Meldungen und leitet bei Auffälligkeiten (z.B. Häufung von bestimmten Meldungen) die Überprüfung des Zusammenhangs mit der Impfung ein.

Weitere Informationen zu Verdachtsmeldungen von Nebenwirkungen der zugelassenen Impfstoffe finden Sie auf der Seite von Swissmedic.

Passend zum Thema finden Sie auch eine Antwort zu Rötungen und Schwellungen am geimpften Arm in folgender Frage: Was ist der «Covid-Arm»?

Soll ich mich impfen lassen, wenn ich krank bin?

Soll ich mich impfen lassen, wenn ich krank bin?

Antwort

Wenn Sie hohes Fieber haben und sich krank oder unwohl fühlen, ist es besser, die Impfung zu verschieben. Sie sollten den Impftermin aber nachholen, sobald Sie keine Symptome mehr haben.

Kann ein mRNA-Impfstoff mein Erbgut (DNA/Gene) verändern?

Kann ein mRNA-Impfstoff mein Erbgut (DNA/Gene) verändern?

Antwort

Nein. Die mit der Impfung verabreichte mRNA kann nicht in den Zellkern gelangen und sich dort ins menschliche Erbgut (DNA/Gene) einbauen. Zudem werden sowohl die mRNA aus dem Impfstoff als auch die in den Zellen erzeugten Proteine vom Körper rasch wieder abgebaut. Zu diesem Zeitpunkt wurde vom Körper der Aufbau der Immunantwort bereits gestartet und die mRNA sowie die Proteine werden zum Schutz vor dem Coronavirus nicht mehr benötigt.

Die mit der Impfung verabreichte mRNA ist für unseren Körper nicht gefährlich. Der menschliche Körper stellt von Natur aus mRNA her und braucht mRNA, um lebenswichtige Proteine herzustellen. Übrigens: Auch bei einer Infektion mit dem Coronavirus gelangt Virus-RNA in unseren Körper.

Auch wenn der mRNA-Impfstoff auf einer neuen Technologie basiert, wird schon seit rund 10 Jahren weltweit an mRNA-Impfstoffen geforscht. Damit sind bereits einige Studien und Resultate vorhanden.

Alle Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe finden Sie auf der Webseite von Infovac.

Erfahren Sie mehr zum mRNA-Impfstoff in der Frage: Was ist mRNA und wie funktioniert ein mRNA-Impfstoff?