Gibt es Unterschiede zwischen den beiden Impfstoffen von Pfizer/BioNTech und Moderna?

Gibt es Unterschiede zwischen den beiden Impfstoffen von Pfizer/BioNTech und Moderna?

Antwort

Es gibt nur wenige Unterschiede zwischen den beiden Impfstoffen von Pfizer/BioNTech und Moderna.

Folgende Unterschiede haben die beiden Impfstoffe:

  • Die Impfstoffe enthalten unterschiedliche Zusatzstoffe.
  • Der Impfstoff von Moderna ist ab 12 Jahren zugelassen. Der Impfstoff von Pfizer/BioNTech ab 5 Jahren.
    (Für Kinder von 5 bis 11 Jahren wird ein spezieller Kinder-Impfstoff mit einer angepassten Dosierung und Zusammensetzung verwendet.)

Vieles ist bei beiden Impfstoffen ähnlich oder gleich.
Folgende Übereinstimmungen haben die  Impfstoffe:

  • Beide Impfstoffe sind mRNA-Impfstoffe.
  • Beide Impfstoffe haben eine ähnlich hohe Wirksamkeit von 95 bzw. 94 Prozent.
  • Beide Impfstoffe sind gut verträglich.
  • Es sind zwei Impfungen nötig.
  • Die zweite Impfung erfolgt etwa vier Wochen nach der ersten Impfung.
  • Die zweite Impfung muss mit dem gleichen Impfstoff erfolgen wie die erste.
  • Beide Impfstoffe enthalten Polyethylenglycol (PEG). Wenn Sie eine schwere bestätigte Allergie haben, ist eine Covid-19-Impfung nicht empfohlen.
Welche Nebenwirkungen können nach der Impfung auftreten?

Welche Nebenwirkungen können nach der Impfung auftreten?

Antwort

Die in der Schweiz eingesetzten Impfstoffe sind sicher und wirksam. Wie bei allen Medikamenten können Impfstoffe Nebenwirkungen verursachen. Sie sind meistens mild und von kurzer Dauer.

Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören:

  • Reaktion an der Einstichstelle wie Schmerzen, Rötungen und Schwellungen;
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit;
  • Muskel- und Gelenkschmerzen;
  • allgemeine Symptome wie Schüttelfrost, Fiebergefühl oder Fieber

Sehr selten kann es zu schweren Nebenwirkungen kommen, beispielsweise zu einer allergischen Reaktion. Eine solche Reaktion tritt meist unmittelbar nach der Impfung auf und kann gut behandelt werden. Bei Personen, bei denen bereits schwere allergische Reaktionen aus der Vergangenheit bekannt sind, müssen im Fall einer Impfung entsprechende begleitende Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden.

In sehr seltenen Fällen wurden zeitnah nach der Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (i.d.R. innerhalb von 14 Tagen) Entzündungen des Herzmuskels oder des Herzbeutels beobachtetMehrheitlich verliefen diese Fälle mild und konnten gut behandelt werden. Typische Symptome einer Herzmuskel-Entzündung sind Brustschmerzen, Atemnot und Herzklopfen. Wenden Sie sich bei solchen Symptomen sofort an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Solche Entzündungen treten aber nach einer Infektion mit dem Coronavirus viel häufiger als nach der Impfung auf.

Vereinzelt wurde innerhalb der ersten drei Wochen nach der Impfung mit dem Vektorimpfstoff von Janssen seltene Formen von Thrombosen (v.a. Hirnvenen- oder Bauchvenenthrombosen aber auch arterielle Thrombosen) beobachtet. Diese Ereignisse waren schwerwiegend, traten jedoch nur sehr selten (bei 1-8 von 1 Million Personen) nach einer Impfung mit dem Vektorimpfstoff von Janssen auf.

Abgesehen davon gibt es bisher weder in den Studien noch bei den seit der Zulassung geimpften Personen Auffälligkeiten bezüglich schwerer Nebenwirkungen. Fachleute beobachten mögliche Hinweise genau.

Schwere Nebenwirkungen sind meldepflichtig. Die Meldestelle bei Swissmedic prüft die Meldungen und leitet bei Auffälligkeiten (z.B. Häufung von bestimmten Meldungen) die Überprüfung des Zusammenhangs mit der Impfung ein.

Weitere Informationen zu Nebenwirkungen der zugelassenen Impfstoffe finden Sie auf der Seite von Infovac.

Passend zum Thema finden Sie auch eine Antwort zu Rötungen und Schwellungen am geimpften Arm in folgender Frage: Was ist der «Covid-Arm»?

Wie lange nach der Impfung können Nebenwirkungen auftreten?

Wie lange nach der Impfung können Nebenwirkungen auftreten?

Antwort

Generell sind Nebenwirkungen in den ersten 6 Monaten nach der Impfung zu erwarten. Die meisten Nebenwirkungen treten jedoch kurz nach der Impfung auf. Sie sind in der Regel mild und von kurzer Dauer. Ähnlich wie bei anderen Impfungen sind dies meist Reaktionen an der Einstichstelle (insbesondere Schmerzen oder auch Rötung, Schwellung) oder allgemeine Symptome (z. B. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Fieber).

Wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Nebenwirkungen länger dauern, schlimmer werden oder wenn sich in den Wochen nach der Impfung Ihr Wohlbefinden verändert.

Kann durch Verabreichung der Impfung ein positives Testresultat hervorgerufen werden?

Kann durch Verabreichung der Impfung ein positives Testresultat hervorgerufen werden?

Antwort

Nein. Die Impfung kann kein positives PCR- oder Antigenschnelltest-Resultat ergeben.

Denn die mRNA bzw. DNA, welche durch die Impfung in den Körper gelangt und das in der Folge produzierte Protein werden durch die PCR- oder Antigen-Schnelltests nicht nachgewiesen. Die Tests weisen andere Komponenten des Virus nach.

Falls Sie nach der Impfung positiv getestet werden, haben Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt, bevor der Impfschutz aufgebaut war. Oder Sie haben sich trotz der Impfung angesteckt. Denn keine Impfung gibt einen hundertprozentigen Schutz. In seltenen Fällen kann auch ein Test fälschlicherweise positiv ausfallen.

Kann die Covid-19-Impfung den Menstruationszyklus beeinflussen?

Kann die Covid-19-Impfung den Menstruationszyklus beeinflussen?

Antwort

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Impfung eine kurzfristige Auswirkung auf die Stärke oder Regelmässigkeit der Menstruation hat. Momentan gibt es noch keine Studien dazu. Längerdauernde negative Effekte auf die Menstruation sind jedoch nicht bekannt und auch keine Effekte auf die Fruchtbarkeit. Es gibt aber Hinweise, dass eine Covid-19-Infektion zu temporären Zyklusstörungen führen kann.

Der Menstruationszyklus kann durch viele Faktoren beeinflusst werden. Grundsätzlich kann jede Erkrankung oder Impfung kurzfristig den Zyklus beeinflussen. Auch wenn der Körper z.B. unter Stress steht, kann das einen Einfluss auf den Zyklus haben.

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass Reaktionen wie Zwischenblutungen oder neu auftretende Blutungen nach Einsetzen der Menopause auch Warnsymptome für abklärungsbedürftige Erkrankungen sein können, die nur rein zufällig in zeitlichem Zusammenhang mit einer Covid-19 Impfung auftreten. In solchen Fällen ist es wichtig, dass die Betroffenen ärztlichen Rat einholen.

Sie können die Impfung zu jedem Zeitpunkt Ihres Menstruationszyklus erhalten.

Was ist der «Covid-Arm»?

Was ist der «Covid-Arm»?

Antwort

Beim «Covid-Arm» handelt es sich um teils grossflächige Rötungen und Schwellungen am geimpften Arm nach der Impfung mit einem mRNA-Impfstoff. Diese Reaktionen im Bereich der Einstichstelle treten meist ungefähr eine Woche nach der Impfung auf. Sie wurden häufiger nach der Verabreichung des Moderna-Impfstoffes festgestellt. Nach heutigem Wissensstand treten die Reaktionen bei etwa 8 von 1000 geimpften Personen nach der ersten Impfdosis auf. Bei etwa 2 von 1000 geimpften Personen treten sie nach der zweiten Impfdosis auf.

Wenn die Reaktionen nach der ersten Impfdosis aufgetreten sind, ist das kein Grund auf die zweite Impfdosis zu verzichten. Ebenfalls bedeutet das nicht, dass Sie die Reaktion auch mit der zweiten Impfdosis bekommen. Es ist wichtig, dass Sie auch die zweite Impfdosis erhalten. Nur so sind Sie möglichst gut vor dem Coronavirus geschützt. Die zweite Impfdosis sollte dann eher in den anderen Arm verabreicht werden.

Gut zu wissen:

Es handelt sich nach ersten Erkenntnissen um vorübergehende Reaktionen in Zusammenhang mit dem Aufbau der körpereigenen Immunabwehr. Die Reaktionen sind zwar unangenehm, aber harmlos. Sie verschwinden ohne Behandlung nach einigen Tagen wieder und haben keine längerfristigen Folgen. Kühlen der betroffenen Stelle kann Linderung verschaffen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt, wenn Sie ausgeprägte Beschwerden haben. Sie/er wird Sie beraten, wie Sie die Beschwerden zusätzlich lindern können.